So finanzieren Sie die erste eigene Wohnung

Kurz und kompakt

  • Der Einzug in die erste eigene Wohnung bedeutet mehr Freiheit, aber auch mehr finanzielle und organisatorische Verantwortung.

  • Für Miete, Kaution, Einrichtung und Lebenshaltungskosten sind ein durchdachter Finanzplan und frühes Sparen essenziell.

  • Staatliche Unterstützung wie BAföG oder Wohngeld hilft, das Budget zu entlasten. Prüfen Sie, ob ein Anspruch besteht.

  • Mit vorbereiteten Unterlagen, einem geprüften Mietvertrag und einem gut geplanten Umzug gelingt der Start ins neue Zuhause leichter.

Budget planen: Was kostet die erste eigene Wohnung?

Der Schritt in die erste eigene Wohnung ist für viele junge Menschen ein wichtiger Meilenstein. Endlich selbstständig sein, den Alltag eigenverantwortlich gestalten und die ersten vier Wände ganz individuell einrichten – das bringt viele Freiheiten mit sich. Gleichzeitig bedeutet der Auszug von zu Hause aber auch, sich erstmals intensiv mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen.

Denken Sie bei der Wohnungssuche daher neben der Kaltmiete auch an weitere laufende Kosten: Nebenkosten, Strom, Internet, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität, Freizeit und Rücklagen.

Zusätzlich entstehen beim Einzug meist einmalige Kosten. Dazu gehören zum Beispiel die Ausgaben für Mietkaution, Umzug, Möbel, Küche, Renovierung und Haushaltsausstattung. Ein Finanzplan hilft Ihnen, laufende und einmalige Ausgaben realistisch einzuschätzen.

Kalkulieren Sie nicht zu knapp. Ein finanzieller Puffer fängt Nachzahlungen oder unerwartete Ausgaben besser auf.

Laufende Kosten

Kaltmiete

Grundmiete ohne Neben- und Heizkosten

NebenkostenZum Beispiel Wasser, Heizung, Müllabfuhr oder Hausmeisterservice
StromRechnen Sie meist separat mit dem Stromversorger ab
RundfunkbeitragMonatlich berechnet, meist quartalsweise gezahlt; fällt pro Wohnung an
Internet, TelefonKosten für Anschluss und Tarif, Streamingdienste kommen gegebenenfalls hinzu
LebenshaltungskostenZum Beispiel Lebensmittel, Drogerie, Mobilität und Freizeit
VersicherungJe nach Vertrag monatlich oder jährlich zu zahlen

Einmalige Kosten

MietkautionSicherheit für Vermieterinnen und Vermieter, Höhe steht im Mietvertrag
UmzugskostenZum Beispiel Transporter, Umzugskartons, Halteverbotszone
Einrichtung & HaushaltsausstattungMöbel, Lampen, Haushaltsgeräte und Grundausstattung wie Geschirr, Töpfe, Bettwäsche und Handtücher
KücheJe nach Wohnung bereits vorhanden oder selbst zu finanzieren
RenovierungZum Beispiel Farbe, Tapete, Werkzeug
Gebühren & VerträgeMögliche Anschlussgebühren, Ummeldungen oder neue Verträge für Strom und Internet

Finanzielle Unterstützung prüfen: BAföG und Wohngeld

Wenn das eigene monatliche Einkommen nicht für Miete und Lebenshaltungskosten ausreicht, sind staatliche Unterstützungsleistungen möglich. Für Studierende ist ggf. BAföG relevant. Ob ein Anspruch besteht, hängt unter anderem vom eigenen und vom Einkommen der Eltern ab.

Wohngeld kommt für Personen mit geringem Einkommen infrage. Voraussetzung ist, dass sie ihre Wohnkosten nicht vollständig selbst tragen können. Der Anspruch richtet sich unter anderem nach der Miethöhe und der Anzahl der Haushaltsmitglieder.

BAföG und Wohngeld lassen sich nicht beliebig miteinander kombinieren. Prüfen Sie deshalb, welche Leistung in Ihrer persönlichen Situation möglich ist. Das zuständige Amt für Ausbildungsförderung oder die Wohngeldstelle Ihrer Stadt oder Gemeinde helfen hier weiter.

Tipps zum Sparen

Gerade beim ersten Auszug müssen nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden. Wer laufende Kosten kennt, Preise vergleicht und Ausgaben regelmäßig kontrolliert, spart dauerhaft.

  • Angebote vergleichen: Prüfen Sie Kosten für Strom, Internet, Versicherungen und größere Anschaffungen sorgfältig. Auch kleine Unterschiede machen sich monatlich bemerkbar.
  • Ausgaben kontrollieren: Ein Haushaltsbuch und der regelmäßige Blick aufs Konto helfen, Einnahmen und Ausgaben realistisch einzuschätzen.
  • Energie und Wasser sparen: Schalten Sie Licht und Elektrogeräte aus, wenn Sie sie nicht nutzen. Heizen Sie bewusst und vermeiden Sie unnötigen Wasserverbrauch.

Worauf sollten Sie bei der Wohnungsbesichtigung achten?

Haben Sie einen Besichtigungstermin erhalten, zählt nicht nur der erste Eindruck. Prüfen Sie Wohnung, Kosten und Umfeld möglichst genau. So erkennen Sie mögliche Mängel und schätzen besser ein, ob die Wohnung wirklich zu Ihrem Alltag und Ihrem Budget passt.

  • Zustand der Wohnung: Prüfen Sie Böden, Wände, Fenster, Türen, Heizkörper und Sanitäranlagen. 
  • Feuchtigkeit und Schimmel: Schauen Sie besonders in Ecken, am Fensterrahmen, im Bad und hinter größeren Möbeln genau hin. 
  • Lage und Umgebung: Achten Sie auf Lärm, Einkaufsmöglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel und den Weg zur Arbeit oder Hochschule. 
  • Nebenkosten und Energie: Fragen Sie nach Heizkosten, Energieausweis und bisherigen Nebenkostenabrechnungen. 
  • Ausstattung: Klären Sie, ob Küche, Keller, Balkon, Waschmaschinenplatz oder Stellplatz zur Wohnung gehören. 
  • Mängel: Notieren Sie sichtbare Schäden und sprechen Sie diese direkt an. 

Diese Unterlagen brauchen Sie für die Wohnungsbewerbung

Viele Vermieterinnen und Vermieter verlangen bereits vor der Zusage bestimmte Unterlagen. Wer diese frühzeitig vorbereitet, kann sich schneller bewerben. Häufig verlangen Vermieterinnen und Vermieter folgende Nachweise:

  • Einkommensnachweise: zum Beispiel Gehaltsabrechnungen, Ausbildungsvergütung, BAföG-Bescheid oder Bürgschaft der Eltern 
  • Bonitätsnachweis: zeigt, dass Sie Ihre finanziellen Verpflichtungen zuverlässig erfüllen
  • SCHUFA-Auskunft: wird oft als Nachweis zur Zahlungsfähigkeit verlangt 
  • Mieterselbstauskunft: enthält persönliche Angaben, Einkommen und berufliche Situation 
  • Kopie des Personalausweises: dient zur Identifikation

Was steht im Mietvertrag?

War Ihre Bewerbung erfolgreich, erhalten Sie in der Regel den Mietvertrag. Lesen Sie ihn vor der Unterschrift aufmerksam durch und klären Sie offene Fragen rechtzeitig. Mündliche Absprachen sollten Sie schriftlich festhalten, damit es später keine Missverständnisse gibt.

  • Prüfen Sie zuerst, wer im Vertrag als Mieterin oder Mieter und wer als Vermieterin oder Vermieter genannt wird.
  • Achten Sie darauf, welche Wohnung, Nebenräume, Keller, Stellplätze oder Gemeinschaftsflächen zum Mietvertrag gehören.
  • Prüfen Sie die Zusammensetzung von Kaltmiete, Nebenkosten und Warmmiete.
  • Lesen Sie nach, wie hoch die Mietkaution ist und wann sie gezahlt werden soll.
  • Klären Sie, ab wann der Vertrag gilt und ob das Mietverhältnis befristet oder unbefristet ist.
  • Prüfen Sie die Kündigungsfristen. Sie sind wichtig, wenn Sie später wieder ausziehen möchten.
  • Achten Sie auf Regelungen zu Renovierung und Schönheitsreparaturen.
  • Lesen Sie auch die Hausordnung. Sie enthält häufig Regeln zu Ruhezeiten, Treppenhaus, Mülltrennung, Gemeinschaftsflächen oder Haustieren.

Mietkaution: Höhe, Zahlung und Alternativen

Viele Vermieterinnen und Vermieter verlangen vor dem Einzug eine Mietkaution. Sie dient als Sicherheit, falls Mietzahlungen ausbleiben oder nach dem Auszug Schäden an der Wohnung festgestellt werden.

Die Mietkaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Die genaue Höhe steht im Mietvertrag. Mieterinnen und Mieter dürfen die Kaution in drei gleichen monatlichen Raten zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

Vermieterinnen und Vermieter müssen die Kaution getrennt vom eigenen Vermögen anlegen. Beim Auszug erhalten Sie die Kaution zurück, sofern keine offenen Forderungen oder berechtigte Ansprüche bestehen.

Reicht das Geld nicht für die Kaution, kommt eine Mietbürgschaft infrage. Lassen Sie sich dazu bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort beraten.

Nebenkosten realistisch einplanen

Prüfen Sie vor Vertragsabschluss genau, was bereits in den Nebenkosten enthalten ist, und schätzen Sie Ihren eigenen Verbrauch realistisch ein. Sollte sich herausstellen, dass die Nebenkosten zu niedrig angesetzt sind, ist es manchmal sinnvoll, sie selbst proaktiv zu erhöhen, um spätere Nachzahlungen zu vermeiden. Halten Sie dafür einfach kurz Rücksprache mit Ihrer Vermieterin oder Ihrem Vermieter.

Strom, Internet oder Gas müssen Sie oft selbst anmelden und direkt bezahlen.

Welche Rechte und Pflichten haben Sie als Mieterin oder Mieter?

Mit der ersten eigenen Wohnung übernehmen Sie Verantwortung. Viele Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Mietvertrag, der Hausordnung und den gesetzlichen Regelungen. Als Mieterin oder Mieter sollten Sie vor allem auf diese Punkte achten:

  • Miete pünktlich zahlen: Überweisen Sie Kaltmiete, Nebenkosten und weitere vereinbarte Zahlungen fristgerecht. 
  • Hausordnung beachten: Halten Sie sich an Regeln zu Ruhezeiten, Treppenhaus, Mülltrennung, Gemeinschaftsräumen oder Haustieren. 
  • Wohnung sorgfältig nutzen: Gehen Sie achtsam mit Böden, Wänden, Fenstern, Türen und fest eingebauten Gegenständen um. 
  • Mängel melden: Informieren Sie Ihre Vermieterin oder Ihren Vermieter schnell, wenn Schäden, Schimmel, Wasserschäden oder defekte Heizungen auftreten. 
  • Kleine Instandhaltungen prüfen: Der Mietvertrag regelt, welche kleineren Reparaturen Sie unter bestimmten Voraussetzungen selbst zahlen müssen. 
  • Umbauten abstimmen: Fragen Sie vorher nach, wenn Sie größere Veränderungen planen, zum Beispiel neue Bodenbeläge, Wanddurchbrüche oder bauliche Anpassungen. 
  • Fristen einhalten: Beachten Sie Kündigungsfristen, Meldefristen und Termine für Wohnungsübergabe oder Nebenkostenabrechnung
  • Rücksicht nehmen: Respektieren Sie Nachbarinnen und Nachbarn. Vermeiden Sie Lärm und nutzen Sie Gemeinschaftsflächen fair.

Schritt für Schritt zur ersten eigenen Wohnung

Bei der Wohnungssuche zählt oft Schnelligkeit. Legen Sie fest, welche Kriterien unverzichtbar sind. Denn wer vorbereitet sucht, kann passende Angebote besser einschätzen und sich direkt bewerben.

Budget festlegen

Prüfen Sie, welche Warmmiete Sie sich monatlich leisten können. Berücksichtigen Sie dabei auch Strom, Internet, Versicherungen, Lebenshaltungskosten und Rücklagen.

Suchkriterien bestimmen

Überlegen Sie, welche Lage, Größe und Ausstattung zu Ihrem Alltag passen. Unterscheiden Sie zwischen Kriterien, die unverzichtbar sind, und Punkten, bei denen Sie flexibel bleiben.

Wohnung suchen

Nutzen Sie mehrere Wege gleichzeitig: Immobilienportale, Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Aushänge, lokale Gruppen und Ihr persönliches Netzwerk.

Unterlagen vorbereiten

Legen Sie die Bewerbungsunterlagen bereit. Oft hilft es, eine Bewerbungsmappe anzulegen, die alle wichtigen Unterlagen enthält und sofort griffbereit ist.

Bei der Besichtigung genau hinsehen

Achten Sie auf Zustand, Nebenkosten, Energieausweis, Lage und mögliche Mängel. Notieren Sie offene Fragen und klären Sie wichtige Punkte vor der Zusage.

Einrichtung finanzieren

Nach der Vertragsunterzeichnung geht es an die Einrichtung. Dabei kommen schnell größere Beträge zusammen – zum Beispiel für Möbel, Elektrogeräte, Lampen, Küchenutensilien oder Wandfarbe. Nicht alles muss direkt beim Einzug perfekt sein. Erstellen Sie am besten eine Liste mit drei Kategorien: sofort notwendig, bald sinnvoll und später wünschenswert. Zur Grundausstattung gehören meist Schlafplatz, Sitzgelegenheit, Tisch, Beleuchtung, Küchenutensilien, Reinigungsmittel und grundlegende Elektrogeräte. Größere Anschaffungen wie Sofa, Kleiderschrank, Waschmaschine oder zusätzliche Regale kaufen Sie nach Bedarf. So verteilen Sie die Kosten auf mehrere Monate und vermeiden finanzielle Engpässe.

Gebrauchte Möbel oder Finanzierung für die Erstausstattung

Auf Online-Plattformen, Tauschbörsen, Flohmärkten oder in lokalen Gruppen finden Sie häufig gut erhaltene Möbel, Elektrogeräte oder Küchenzeilen. Auch im Freundes- und Familienkreis lohnt es sich nachzufragen. Achten Sie besonders bei Elektrogeräten darauf, ob sie funktionieren und sicher genutzt werden können.

Wenn Sie fabrikneue Einrichtungsgegenstände kaufen möchten, bezahlen Sie sie idealerweise aus vorhandenen Rücklagen. Reicht das Ersparte nicht aus, kommt unter Umständen eine Finanzierung infrage. Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort prüft gerne gemeinsam mit Ihnen, welche Lösung zu Ihrer finanziellen Situation passt.

Welche Versicherungen sind für die erste eigene Wohnung wichtig?

Mit dem Einzug in die erste eigene Wohnung verändert sich häufig auch der Versicherungsbedarf. Prüfen Sie deshalb, ob Sie noch über Ihre Eltern mitversichert sind oder eigene Verträge benötigen. Besonders wichtig sind die Hausratversicherung und die Privathaftpflichtversicherung.

Hausratversicherung als Schutz für Möbel, Kleidung und Technik

Eine Hausratversicherung schützt Ihr Hab und Gut in der Wohnung, zum Beispiel Möbel, Kleidung oder Haushaltsgeräte. Sie hilft unter anderem bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Einbruchdiebstahl. Ob Sie noch bei Ihren Eltern versichert sind, hängt vom jeweiligen Vertrag und Ihrer Wohnsituation ab.

Die Haftpflichtversicherung tritt bei selbst verschuldeten Schäden ein

Eine Privathaftpflichtversicherung schützt Sie vor finanziellen Folgen, wenn Sie anderen versehentlich einen Schaden zufügen. Das kann auch in der ersten eigenen Wohnung passieren, zum Beispiel wenn auslaufendes Wasser die Wohnung unter Ihnen beschädigt.

Ob Sie noch über die Privathaftpflichtversicherung Ihrer Eltern versichert sind, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Familienstand, Ausbildungsstatus und dem jeweiligen Vertrag ab.

Umzug planen: So behalten Sie den Überblick

Ein gut geplanter Umzug spart Zeit, Kosten und Nerven. Überlegen Sie, ob Sie den Umzug selbst organisieren oder ein Umzugsunternehmen beauftragen möchten. Wer selbst umzieht, sollte rechtzeitig helfende Hände anfragen, einen Transporter reservieren und ausreichend Verpackungsmaterial besorgen.

Diese Checkliste hilft bei der Vorbereitung

  • Termin festlegen, 
  • Helferinnen und Helfer anfragen, 
  • Transporter oder Umzugsunternehmen organisieren, 
  • Kartons, Klebeband, Werkzeug und Schutzmaterial besorgen,
  • Möbel ausmessen und Transportwege prüfen, 
  • Sperrmüll, Verkauf oder Spenden nicht mehr benötigter Dinge vorbereiten, 
  • Kartons nach Räumen und Inhalt beschriften, 
  • Verpflegung für Helferinnen und Helfer einplanen, 
  • Zählerstände in der neuen Wohnung notieren.

Was müssen Sie nach dem Umzug erledigen?

Nach dem Einzug sind noch einige organisatorische Dinge zu erledigen. Informieren Sie wichtige Vertragspartner rechtzeitig über Ihre neue Adresse. Dazu gehören zum Beispiel die Bank, Versicherungen, Arbeitgeber, Hochschule und die Krankenkasse.

Welche Verträge müssen Sie nach dem Einzug anmelden?

Melden Sie nach dem Einzug Strom, Gas und den Internet- bzw. Telefonanschluss für Ihre Wohnung an. Je nach Mietvertrag laufen manche Kosten bereits über die Nebenkosten. Prüfen Sie deshalb genau, welche Verträge Sie selbst abschließen müssen.

Wann müssen Sie den Wohnsitz ummelden?

Melden Sie Ihren neuen Wohnsitz nach dem Einzug beim zuständigen Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt an. In der Regel gilt dafür eine Frist von zwei Wochen. Informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Stadt oder Gemeinde. Dort erfahren Sie, welche Unterlagen Sie benötigen und ob Sie vorab einen Termin vereinbaren müssen.

Wie kommt Ihre Post an die neue Adresse?

Richten Sie bei der Post einen Nachsendeauftrag ein. So erhalten Sie auch Briefe und Sendungen, die noch an Ihr bisheriges Zuhause adressiert sind. 

Endlich angekommen

Wenn der Umzug geschafft ist, beginnt das Ankommen im neuen Zuhause. Eine kleine Einweihung ist eine schöne Gelegenheit, sich bei Helferinnen und Helfern zu bedanken und die neue Wohnung gemeinsam zu feiern. Auch der Kontakt zur Nachbarschaft fällt oft leichter, wenn man sich früh freundlich vorstellt. 

FAQs zur ersten eigenen Wohnung

Für Ihre erste Wohnung brauchen Sie unter anderem eine gesicherte Finanzierung, wichtige Verträge für Strom, Internet und Versicherungen sowie eine Grundausstattung für Schlafzimmer, Küche und Bad. Denken Sie außerdem daran, sich umzumelden und Ihre Adresse zu ändern.

Eine passende Wohnung finden Sie schneller, wenn Sie Ihre Suchkriterien klar festlegen, regelmäßig neue Angebote prüfen und Ihre Bewerbungsunterlagen bereithalten. So können Sie bei der richtigen Wohnung schnell reagieren und erhöhen Ihre Chancen auf eine Besichtigung.

Für die erste Wohnung sind meist eine Selbstauskunft, ein Ausweis und Nachweise zum Einkommen wichtig. Wenn Sie noch kein eigenes regelmäßiges Einkommen haben, ist es oft möglich, eine Bürgschaft der Eltern vorzulegen.

Zu den Nebenkosten gehören meist Heizung, Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, Hausreinigung, Gartenpflege, Hausmeister, Gebäudeversicherung, Grundsteuer und Allgemeinstrom. Prüfen Sie im Mietvertrag, welche Kosten konkret vereinbart sind.

Die Mietkaution darf in Deutschland höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Betriebskosten werden dabei nicht mitgerechnet. Eine Barkaution dürfen Sie in der Regel in drei monatlichen Raten zahlen.

Sinnvoll sind vor allem eine private Haftpflichtversicherung und je nach Wert Ihrer Einrichtung eine Hausratversicherung. Zusätzlich können Berufsunfähigkeits- oder Rechtsschutzversicherung passend sein, abhängig von Ihrer persönlichen Situation.

Planen Sie neben der Warmmiete Geld für Strom, Internet, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität, Rücklagen und Freizeit ein. Als Orientierung sollte die Miete möglichst nur einen gut tragbaren Anteil Ihres monatlichen Nettoeinkommens ausmachen.

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