Corona-Überbrückungshilfe

Bund stellt weitere Liquiditätshilfen für Unternehmen bereit

16. Juli 2020

Kurz und knapp Was Sie jetzt wissen müssen

Der Bund unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen durch Corona-Überbrückungshilfe. Alle Informationen zur Antragsstellung finden Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

In vielen Unternehmen kam und kommt es aufgrund des Coronavirus zu erheblichen Umsatzeinbußen. Der Bund hat für Betroffene eine Corona-Überbrückungshilfe mit direkten Zuschüssen zu betrieblichen Fixkosten ins Leben gerufen. Im Rahmen eines umfassenden Konjunkturprogramms werden insgesamt rund 25 Milliarden Euro bereitgestellt. Mit diesen Liquiditätshilfen sollen die Umsatzrückgänge von kleinen und mittelständischen Unternehmen abgemildert werden.

Anspruch auf Corona-Überbrückungshilfe

Unternehmen und Organisationen aller Branchen haben Anspruch auf Corona-Überbrückungshilfe – sofern sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 insgesamt um mindestens 60 Prozent gegenüber den Monaten April und Mai 2019 zurückgegangen sein muss. Einen Anspruch auf Corona-Überbrückungshilfe haben zudem neben Soloselbstständigen und Freiberuflern auch gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen – vorausgesetzt, sie erfüllen die Programmvoraussetzungen. Die Überbrückungshilfe kann bis zum 31. August 2020 beantragt werden. Eine Förderung ist für die Monate Juni, Juli und August möglich.

Beantragung der Überbrückungshilfe

Die Corona-Überbrückungshilfe kann nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal beantragt werden. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt in den Bewilligungsstellen der Länder.

Die Förderhöhen

Die Höhe der Corona-Überbrückungshilfe hängt von dem erlittenen Umsatzrückgang Ihres Unternehmens ab. Aber auch Ihre betrieblichen Fixkosten – zum Beispiel Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, Grundsteuern und Kosten für Auszubildende – spielen eine wichtige Rolle.

  • Wenn Sie im Fördermonat einen Umsatzrückgang zwischen 40 und 50 Prozent verzeichnet haben beziehungsweise verzeichnen, erhalten Sie bis zu 40 Prozent der Fixkosten vom Bund zurück.
  • Wenn Sie im Fördermonat auf einen Umsatzrückgang zwischen 50 und 70 Prozent kommen, werden Ihnen bis zu 50 Prozent der Fixkosten erstattet.
  • Wenn Sie im Fördermonat einen Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent haben, erhalten Sie bis zu 80 Prozent der Fixkosten zurück.


Maximale Höhe der Überbrückungshilfe

Die höchstmögliche Fördersumme, die Sie für insgesamt drei Monate erhalten können, beträgt 150.000 Euro. Wenn Sie bis zu zehn Mitarbeiter haben, stehen Ihnen maximal 15.000 Euro zu. Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern sowie Selbstständige haben Anspruch auf höchstens 9.000 Euro.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die zuständigen Behörden nicht ersetzen.